Musik und Kunst aus Lateinamerika in und um Frankfurt am Main!

  • Veranstaltungen März-Juni in Frankfurt/M. von La Arana e.V.
  • Aktuelles von der LatinArt Gallery, Offenbach/M.


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    Am Dienstag, 8. März ist INTERNATIONALER FRAUENTAG!

    Weltweit haben auch an diesem 8. März zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen statt gefunden, die darauf hinweisen und daran erinnern wollen, dass auch heute noch täglich unzählige Frauen und Mädchen misshandelt, benachteiligt und unterdrückt werden. Und dies in jedem Land in etwas anderer Form und Dimension - sei es in Gesellschaften, in denen Frauen und Mädchen gegen ihren Willen beschnitten, bevormundet und/oder verheiratet werden, sei es in vielen westlichen "sog. fortschrittlichen" Ländern, in denen der Frauenanteil in Chefetagen und das Durchschnittseinkommen von Frauen verglichen mit dem der Männer "Bände" zur verkündeten Gleichberechtigung spricht... oder sei es im "ganz alltäglichen Wahn" von Gewalt gegen Frauen und Mädchen - meist hinter verschlossenen Türen.

    Oder auch ganz offen - wie bei den Ausschreitungen in der Türkei, bei denen Frauen und Mädchen, die dieses Jahr an 8.März-Kundgebungen teilnahmen, erbarmungslos nieder geprügelt wurden.... Basta ya!

    Vieles haben mutige Frauen bereits erreicht - aber es bleibt viel zu tun und zu verändern. Wegsehen hilft nicht - Frauenrechte sind Menschenrechte - weltweit.

    Solidaritaet mit Frauen in Ecuador: Esperanza kämpft in Ecuador für Frauenrechte und plant zum 8. März mit dort ansässigen Frauen einige Aktionen. Aber wie so oft ist vieles davon nur mit Hilfe einer kleinen Finanzspritze umsetzbar. Wer Frauenprojekte in Ecuador unterstützen will, kann dies durch eine Spende an das Konto "Esperanza", Konto-Nr.: 3250330686 bei der Postbank, BLZ: 701 100 88.

  • Mehr Informationen zu Esperanzas Vorhaben (spanische Version)


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    Widerstand gegen neoliberale Globalisierung - Friedensarbeit in Chiapas (Mexico)

    Derzeit ist Heike Kammer von den Peace Brigades International e.V. auf Vortragsreise in Deutschland unterwegs und berichtet über Vergangenheit und Gegenwart in Chiapas. Sie war lange Jahre vor Ort. 1999 wurde ihr der Menschenrechtspreis der Stadt Weimar überreicht - und ich hatte die Chance, ihren Vortrag im Januar in Frankfurt zu erleben.

    Die Unterstützer/innen der EZLN in den indigenen Gemeinden versuchen eine eigene autonome Gesellschaftsform aufzubauen, im Widerstand gegen ein neoliberales Wirtschaftssystem, welches sie nur immer mehr in Armut bringt. Aus eigener Kraft mit Hilfe mexikanischer und internationaler Solidarität entstehen autonome Schulen und Gesundheitsversorgung, ökologische Landwirtschaft und es wird fairer Handel gefördert.

    Detaillierte Informationen zum Konflikt in Chiapas findet Ihr auch auf der Seite der Organisation Sipaz .

    Termine weiterer Veranstaltungen mit Heike Kammer findet Ihr hier!
    - und hier die Einladung zur Veranstaltung am 22. Februar in Konstanz!

    Wer unterstützen will und/oder eine Idee hat, wo eine weitere Veranstaltung mit ihr stattfinden könnte, findet mehr Infos hier!

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    Einladung zum Freitagsfilm am 4. Februar ins Dritte-Welt-Haus Frankfurt Main!

    Mit brennender Geduld, Spielfilm D 1984, 76 Minuten

    Hauptpersonen sind der berühmte chilenische Dichter und Politiker Pablo Neruda - und der auf der Isla Negra tätige Briefträger Mario. Der Film stellt einen kleinen Ausschnitt von Nerudas literarischem Werk und seines (politischen) Leben vor. Darüber hinaus wirft er ein Schlaglicht auf Salvador Allendes Wahlsieg in Chile, gefolgt von Militärputsch und Präsidentenmord.

    Einige von Euch haben den Film eventuell schon gesehen (wie ich auch). Aber sich diesen überwiegend leisen, aber sehr eindrucksvollen Film mehrfach anzusehen, lohnt sich meines Erachtens allemal. Die Filmversion ist spanisch mit deutschen Untertiteln.

    wann? Filmbeginn 20.30 Uhr, ab 19.30 Uhr Essen + Trinken + Information

    wo? Dritte Welt Haus, Falkstr. 74, Frankfurt-Bockenheim


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    Carneval Latino am Samstag, 29.Januar in Offenbach !

    Der Abend bietet zwei Tanzshow-Aufführungen "Las Danzas de Cuba" mit Anna Rodriguez und Roelvis Garcia Jalil (beide aus Cuba), einen Kostümwettbewerb... und viel Tanzmusik. => Mehr dazu!
    Beginn: 20.00 Uhr * Eintritt: 5,- EURO

    Und noch ein Termin für Freund/innen cubanischer Boleros:
    Am Donnerstag, 20. Januar findet ebenfalls in der LatinArt Gallery ein Bolero-Abend mit cubanischer Live-Musik statt.=> Mehr dazu!
    Beginn: 20.00 Uhr * Eintritt: 4,- EURO

    Ort beider Veranstaltungen: LatinArt Gallery, Geleitstraße 89 in Offenbach am Main
    Reservierung und Info: Tel.: 069 / 8509 8981 bzw. latinart-gallery@web.de


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    Länderabend 12.November


    Auch zu dieser Veranstaltung kamen etwa 50 Interessierte!

    Noch immer ist die indigene Bevölkerung Guatemalas - über 60% sind Maya - stark benachteiligt. Der 35-jährige Bürgerkrieg hat in Guatemala erschreckende Spuren hinterlassen. Dennoch gibt es auch Zeichen der Hoffnung. Protestmärsche, Menschen auf der Suche nach Glück, glitzernde Seen, Indigena-Feste und einiges mehr zeigten einen kleinen lebendigen Ausschnitt dieses rundum beeindruckenden Landes.

    Auch El Salvadors Schicksal ist eng mit Geschichte, Wirtschaft und Politik des übermächtigen "Nachbarn" USA verknüpft. Auch dieses Land hängt am Tropf der "remesas" (Geldtransfers von in die USA ausgewanderten Familienangehörigen) und setzt auf billige Arbeitsplätze in den "Weltmarktfabriken" ihrer Freihandelszonen. Neben dem überwältigenden Millionen-Wahlkampf des neuen Präsidenten "Tony" Saca wurden Ruinen, Stadtperspektiven und der eigenwillige Vulkan Izalco vorgestellt.

    An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Anwesenden für Euer Durchhaltevermögen und das rundum begeisterte Feedback!

    Mehr Bilder von dieser Veranstaltung findet Ihr hier!

    P.S.: Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann mir zu einer erneuten Vortragsgelegenheit verhelfen... :-)

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    Länderabend zu Nicaragua und Honduras am Freitag, 12. November


    Länderabend 12.November


    54 Interessierte sind zu meiner Veranstaltung gestern abend ins Dritte-Welt-Haus gekommen! Viel mehr Stühle hätte der Raum auch nicht gefasst...

    Nach einem umfassenden Einblick in die bewegte Geschichte und turbulente aktuelle Situation Nicaraguas luden Naturschönheiten, Inselgeschichten und Stadtansichten zur mentalen Fernweh-Reise ein.

    Auch Honduras mit Unterwasserwelt-Bildern, Garifuna-Festen und den Maya-Welten Copans zog die Anwesenden soweit in Bann, dass sie erst nach letzten Fragen gegen 23.00 Uhr (knapp 3 1/2 Stunden nach Beginn!) aufbrachen. - Und was für ein wunderbares Feedback - danke!



    Ein Teil der Eintrittserlöse geht an das Schulprojekt der RAMA-Indianer.

    ... und hier noch ein paar Bilder von dieser Veranstaltung!

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    EINLADUNG zum STREIFZUG DURCH ZENTRALAMERIKA !

    Im November 2004 werde ich über meine Reise-Eindrücke zu Ländern und Menschen berichten... - und will dabei auch einen kleinen Überblick zu Geschichte, Politik und aktueller Lage vermitteln:

    Freitag, 12. November: Nicaragua und Honduras

    Donnerstag, 18. November: El Salvador und Guatemala

    ... und dabei jede Menge beeindruckende Bilder zeigen!

    Beginn: 19.30 Uhr
    Ort: Dritte-Welt-Haus, Falkstr. 74 in Frankfurt-Bockenheim

    Interesse? Mehr Informationen siehe Einladungsflyer!
    (Falls das nicht klappt => AcrobatReader)

    BIENVENIDAS - BIENVENIDOS!

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    EINE SCHULE FÜR DIE RAMA INDIANER

    SOS Schule

    Die Rama Indianer sind mit ca. 1.200 Menschen die kleinste ethnische Gruppe in Nicaragua . Sie bewohnen die kleinen Inseln Rama Keys vor der Lagune von Bluefields.

    Obwohl die Ramas Landrechte über große Regenwaldgebiete dort haben, wird ihr Lebensraum zunehmend eingeengt, bedroht und zerstört: Bäume werden illegal gerodet und verkauft. Ländereien werden zur Besiedelung bzw. zum Bau von Industrieanlagen freigegeben. Andere Flächen werden in Nationalparks umgeändert, womit den schon immer naturschonend agierenden Indianern jegliche landwirtschaftliche Nutzung untersagt wird.

    Im Dorf des Stammeshäupling Coyote gibt es keine Schule. Um der Schulpflicht nachzukommen, müssen die Indianer einige Tage nach San Juan del Norte paddeln. Dort wohnen sie wochenlang getrennt von Familie und ihrem Dorf. Dadurch können sie zwar lernen, die Feldarbeit bleibt aber auf der Strecke.

    Die Rama-Indianer sind für jegliche Unterstützung dankbar, die sie ihrem Ziel näher bringt: dem Bau einer Schule, der ihnen die wochenlange Trennung von ihren Familien und die lange Fahrt erspart, und der es ihnen ermöglicht, sich wieder mit Feldarbeit selbst zu ernähren.

    Mehr Informationen und Bilder zu den Rama Indianern und dem Schulprojekt!

    Wer das Projekt unterstützen will und/oder weitere Fragen hat,melde sich bitte bei Maria Zaus!

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    BUCHTIPP - vom 29. Oktober 2004

    PERU - Indigenous Peoples in Isolation in the Peruvian Amazon

    Beatriz Huertas Castillo, IWGIA Verlag, Copenhagen 2004, ca. 28 Euro

    Heute hat Beatriz Huertas ihr Buch "Los Pueblos Indígenas en Aislamento" ca. 70 Interessierten im Rahmen einer Veranstaltung der Lateinamerika-Gruppe der Univerität Frankfurt am Main vorgestellt.

    Die peruanische Ethnologin befasst sich bereits seit über zehn Jahren mit Problemen und Perspektiven der indigenen Völker und erklärt in ihrem Buch, warum die indigenen Völker im Urwald Perus Außenkontakte ablehnen: viele haben in ihren ersten Begegnungen mit Holzfällern oder Wildjägern traumatische Erfahrungen gemacht. Außerdem haben Außenkontakte bis dahin unbekannte Krankheiten übertragen, die das Immunsystem vieler Indigenas überforderten und für diese tödlich endeten.

    Die selbst gewählte Isolation der Indigenen wird jedoch immer wieder untergraben: Film und Fernsehen versuchen, durch weitere Erforschung von Urwaldgebieten und ihrer Bewohner/innen ihren Profit zu mehren. Viele Jäger, Holzfäller, Fischer und Missionare respektieren keineswegs, dass Landstriche den indigenen isolierten Völkern gehören und diese Kontakt ablehnen. Und auch der peruanische Staat agiert doppelzüngig: Einerseits werden auf Druck nationaler und internationaler Organi-sationen Gesetze zum Schutz der indigenen Völker geschaffen - gleichzeitig werden diesen Völkern zustehende Gebiete an Erdöl-gesellschaften verkauft und Zwangsumsiedlungen vollzogen.

    Fünf Reservate wurden im Zeitraum 1990 bis 2002 für die 14 "isoliert lebenden " indigenen Völker Perus ausgewiesen. Aber nicht einmal in diesen Gebieten sind die Indigenen Völker vor infizierenden Außenkontakten sicher. Ihr Lebensraum wird zunehmend eingeschränkt und weiter von anderen ausgebeutet.

    Die Autorin und Beraterin der interethnischen Gesellschaft AIDESEP legt Finger auf viele Wunden, zeigt aber auch Hoffnungsfenster auf.
    Mehr Informationen zu diesem Thema bietet die International Working Group on Indigenous Affairs (IWGIA), die Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana (AIDESEP), das Klima-Bündnis - und das oben genannte Buch, das allerdings nur auf englisch und - in etwas kürzerer Fassung - auf spanisch erhältlich ist (Lima, Peru, 2002, ISBN: 87-90730-57-7).


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    FILMTIPP - vom 28. Oktober 2004


    ARGENTINIEN - Memoria del Saqueo - Chronik einer Plünderung

    Film von Fernando Solanas, Argentinien, 2004, 118 Minuten

    Dieser Dokumentarfilm bietet ein Streiflicht auf die Geschichte Argentiniens - eine Geschichte von verratenen Hoffnungen, Korruption, sich bereichernden Politikern und Firmen, von wachsenden Schuldenbergen und Elend. Viele Namen, viele Zahlen, viele Gesichter prasseln auf die Zuschauer/innen ein.

    Der Film beschreibt auf beeindruckend-erschreckende Art die katastrophalen Auswirkungen der Globalisierung. Aber er zeigt auch kleine Hoffnungsschimmer, Proteste, Widerstand... "El pueblo unido jamas sera vencido".

    Der Film hatte im Rahmen der Berlinale 2004 seine Weltpremiere, dabei wurde das Lebenswerk seines Regisseurs Fernando Solanans geehrt.
    Wer noch die Chance hat, diesen Film irgendwo zu sehen - ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!

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    Die gängigen Tageszeitungen berichten meines Erachtens leider viel zu wenig über Lateinamerika... Aber mit etwas Internet-Recherche und dank einiger Kontakte müsste es doch möglich sein, auf dieser Seite von Zeit zu Zeit brisante Entwicklungen in den "anderen" Ländern des Kontinents Amerika zu berichten?!!!


    Boliviens Laguna Colorada

    Hier ist auch Platz für Länderinfos oder besondere Reisetipps von Euch, neue Infos über interessante Projekte vor Ort.... nun... für alles, was mir zuflattert und Euch interessieren könnte! Freue mich auf Euer Feedback - und ggf. Eure Beteiligung! :-)